Frühlingsgedicht von Andreas Steinmann

Unser Kunde, Herr Andreas Steinmann, hat uns dieses schöne Gedicht, das sehr gut zur momentanen Zeit passt, zukommen lassen. Lehnen Sie sich zurück und nehmen Sie sich Zeit für seine Gedanken und Worte!

21. April 2020

Hoffnige u Tröim

En eigete Duft, e nöji Wermi
ligen über em Seefäldquartier.
Es düecht my, u i gloube,
so geit’s o no angerne,
der Früelig stöng vor der Tür.


Der Früelig mit syne Hoffnige,
der Früelig mit syne Tröim;
me seit, är machi alles nöi,
’s fragt sech nume,
ob mir das würklech o wei.


D Angscht vorem Nöjie,
d Angscht vor Veränderige
bringen is doch mänggisch
schier ume Verstang,
früecher syg alles viil besser gsy,
hütt aber ghei d Wält usenang.


Usenang cha si gheie, d Wält,
das isch wahr,
we me nid scho im Chlyne probiert
enanger e chly besser z verstah
u geng meint:
I allei weiss, was rächt isch u stimmt,
für mi isch doch alles klar!


Der Früelig als Hoffnig,
der Früelig als Troum –
fö mir doch geng wider vo Nöiem aa;
u we’s üs scho nume im Chlyne glingt,
de blybe mir sicher nid stah.

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