Kaiserschmarren

Auf unserer kulinarischen Reise geht es weiter nach Österreich. Um uns diesen Sommer zu versüssen, schickt uns unsere Stadtführerin aus Wien, Elisabeth Rudel, Ihr Lieblingsrezept: Kaiserschmarren. Viel Vergnügen beim Nachkochen und «en Guete».

12. August 2020

Wie der Kaiserschmarren entstand...

Über die Entstehung des Kaiserschmarrens kursieren zahlreiche Gerüchte und Anekdoten. Eine davon erzählt von einem Hofzuckerbäcker namens Leopold, welcher der kaiserlichen Familie eines Tages freudestrahlend eine neue Komposition aus Omelettenteig und Zwetschgenröster präsentierte. Die linienbewusste Kaiserin probierte, rümpfte die Nase und rührte keinen Bissen mehr an. Der Kaiser allerdings hatte Erbarmen mit seinem Pâtissier und ass die Portion der Kaiserin mit den Worten «Na geb’ er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder zusammengekocht hat» bis auf den letzten Bissen auf. Eine andere Geschichte spielt auf der kaiserlichen Jagd und erzählt von einem Senn, auch «Kaser» genannt, in dessen Hütte die Jagdgesellschaft Rast machte. Das einzige, was es zu essen gab, war ein einfacher «Kaserschmarren», der dem Kaiser jedoch dermassen mundete, dass er das Gericht kurzerhand zum «Kaiserschmarren» adelte. Schliesslich wollen manche Kulinarhistoriker auch wissen, dass des Kaisers vielzitiertes Lieblingsgericht nach dem Casa d’ Austria (Haus Österreich) genannten Habsburgerhaus selbst benannt worden sei. Aus diesem «Schmarren a la casa» soll dann irgendwann einmal der Kaiserschmarren geworden sein.

Zutaten

  • 6 Eier
  • 200 g glattes Mehl
  • 50 g Zucker
  • 250 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 40 g Rosinen
  • Butter zum Ausbacken
  • Staubzucker zum Bestreuen
  • Zwetschgenröster als Beilage

Zubereitung

Die Eier trennen. Eigelb mit Zucker, Milch und Mehl sehr gut verrühren. Das Eiweiss mit einer Prise Salz zu festem Eischnee steif schlagen und behutsam zur Eigelbmasse geben.

In einer grossen Pfanne Butter zum Schmelzen bringen, die Masse in die Pfanne giessen und die Rosinen dazugeben.

Auf der einen Seite einige Minuten anbacken lassen, wenden und mit zwei Gabeln in Stücke reissen. Nun noch kurz fertigbacken, am besten in einer gebutterten Form im vorgeheizten Backofen, wobei allerdings darauf zu achten ist, dass der Schmarren nicht zu lange gebacken und dadurch trocken wird.

Mit Staubzucker bestreuen und mit Zwetschgenröster (im Gegensatz zum Kompott werden die Zwetschgen beim Zwetschgenröster mit ganz wenig oder ohne Flüssigkeit gekocht) servieren.

Impressionen aus Österreich

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