Süditalien

Der Süden Italiens ist wärmer als der Norden – dies merkt man zum einen am Wetter, zum anderen auch am Charakter der Menschen. Das Tempo ist etwas langsamer, alles ein bisschen chaotischer und improvisierter. Hier im Süden findet man noch das traditionelle, ursprüngliche Italien, das viel Raum zum Entdecken bietet. Eine raue Bergwelt, ein fruchtbares Hinterland, traumhafte, teils wilde Küstenabschnitte mit fantastischen Buchten, uralte Kunst- und Kulturschätze, historische Städte und eine frische und rustikale regionale Küche – Süditalien ist anders, aber nicht weniger sehenswert als sein Norden. Kommen Sie mit auf eine Entdeckungsreise!

Kampanien

Kampanien? Im ersten Moment scheint einem diese Region Italiens eine grosse Unbekannte zu sein. Sie ist das Tor zu Süditalien und hat eine Menge zu bieten. Ein Höhepunkt ist natürlich die Amalfi-Küste! Dieser berühmte Küstenabschnitt ist der Inbegriff Süditaliens: Zitronenbäume, Olivenhaine, Weinstöcke, an steile Felswände gebaute bunte Häuser und davor das azurblaue Meer. Wer von malerischen Dörfern wie Amalfi oder Positano, die hoch oben auf den Felsen thronen, ins thyrrenische Meer hinunterschaut, erkennt schnell, warum die Amalfiküste als Italiens schönster Küstenabschnitt gilt. Eine Fahrt entlang der Küstenstrasse «Amalfitana» ist ein unvergessliches Erlebnis. Man kommt zwar wegen der engen Kurven nur langsam vorwärts, jedoch bieten sich alle paar Meter fantastische Ausblicke aufs Meer. Einen traumhaften Blick aufs Meer und die Inseln im Golf von Neapel bietet auch die Stadt Sorrento, die hoch auf den Klippen an spektakulärer Lage auf der sorrentinischen Halbinsel liegt. Erwähnenswert ist natürlich auch die quirlige Metropole Neapel mit der am dichtesten besiedelten Altstadt Europas. Die drittgrösste Stadt Italiens ist, trotz ihres negativ geprägten Images, eine der faszinierendsten Städte Europas. Zentrale Lebensader ist der 3km lange Strassenzug «Spaccanapoli», der die Hauptstrasse des römischen Neapels nachzeichnet. Sie ist gesäumt von Palazzi, Kirchen und kleinen Läden. Auch der seit 1944 schlummernde, aber keineswegs erloschene, Vulkan Vesuv prägt die Region um Neapel. Ausserdem liegen im Golf von Neapel die schönsten Inseln Italiens: Capri, Ischia und Procida. Das fruchtbare Hinterland Kampaniens nannten schon die Römer «Campania felix» (glückliches Land). Auf der fruchtbaren Vulkanerde gedeihen verschiedenste Gemüse- und Obstsorten. Zitronen- und Orangenhaine prägen das Landschaftsbild.

Apulien

Apulien ist anders, als das restliche Italien – etwas abseits der überlaufenen Touristenpfade und weniger mondän. Die Region Apulien bildet den Absatz des italienischen Stiefels und ist eher ländlich geprägt. Bekannt ist sie für ihre malerischen auf Hügeln angesiedelten Dörfer mit den weissgetünchten Häusern, schier endlos scheinende Olivenhaine mit uralten Bäumen und die hunderte Kilometer lange Küste am Mittelmeer. Apuliens Kulturschätze haben Ursprünge, die bis in die Bronzezeit zurückreichen. Charakteristisch für Alberobello und das Valle d’ Itria sind die «Trulli», die berühmten putzigen Steinhütten mit ihren auffälligen kegelförmigen Dächern. In Alberobello gibt es ein ganzes Viertel, das ausschliesslich mit Trulli bebaut ist und heute zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Ein weiteres Unesco-Weltkulturerbe in Apulien ist das Castel del Monte, das imposante Stauferschloss, das heute noch durch seine besondere geometrische Struktur beeindruckt. Aber auch die Städte Apuliens haben einiges zu bieten. Die Hauptstadt Bari ist eine lebhafte Hafen- und Universitätsstadt und Lecce gilt aufgrund seiner barocken Architektur als «Florenz des Südens». Die Stadt liegt mittendrin im Salento, der Absatzspitze des italienischen Stiefels. Hier findet man schöne Sandstrände und Klippen, gepflegte Badeorte und alte Städtchen – Gallipoli und Otranto gehören beispielsweise zu den schönsten Hafenstädtchen Italiens. Auch der «Sporn» des italienischen Stiefels, die Gargano-Halbinsel, besticht durch seine Natur: dichter Wald, bergige Höhen und Küsten mit feinen Sandstränden, bizarren Felsformationen und zahlreichen Höhlen gehören zum Landschaftsbild. Matera gehört zwar nicht mehr zu Apulien sondern zur Region Basilikata, muss aber trotzdem in einem Reisetipp zu Apulien Erwähnung finden – es liegt ja auch nicht weit von der apulischen Grenze entfernt. Berühmt ist Matera vor allem für seine «Sassi», ein Komplex aus Höhlensiedlungen, die in die Felswand geschlagen wurden. Heute gehören die Sassi in Matera zum Unesco-Weltkulturerbe. Auch die apulische Küche ist ewas anders als im Rest Italiens – nahrhaft, einfach und bodenständig. Bei einer Reise nach Apulien muss man unbedingt typisch apulische Gerichte probiert haben, wie zum Beispiel die hausgemachten «Orecchiette» (Öhrchenteigwaren), die knusprigen «Taralli», den Burrata-Käse oder das Mus aus weissen Bohnen (Fave), das traditionellerweise mit Zichorien gereicht wird. Kaum eine Region in Italien hat eine so grosse kulinarische Vielfalt zu bieten wie Apulien.

Kalabrien

Kalabrien ist eine Welt für sich… Die südlichste Region auf dem Festland Italiens ist durch das hohe Kalksteinmassiv des Pollinogebirges gegen Norden abgeschirmt und hat sich durch jahrtausendelange griechische Besiedelung, sarazenische Piratenüberfälle und albanische Einwanderung eine ganz eigene Kultur geschaffen. Kalabriens Landschaft ist geprägt durch die Gegensätze «mare e montagna» – Meer und Berge – raue Berglandschaft, ursprüngliche Bergdörfer und die Küste mit ihren Klippen, spektakulären Buchten und lebhaften Küstenorten wechseln sich ab. Ums Capo Vaticano erstreckt sich eine der schönsten Küstenlandschaften Italiens. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf den Vulkan Stromboli und auf die Liparischen Inseln. Wildnis, unberührte Natur und kristallklares Wasser zeichnen die Gegend aus. Das Küstenstädtchen Pizzo hat eine wunderschöne Altstadt und ist die Heimat der süssesten Versuchung Kalabriens. Das Tartufo-Eis wurde hier in den 40er Jahren zu Ehren des Prinzen von Savoyen aus dem Piemont kreiert, es sollte ihn an die Trüffel, Haselnüsse und Schokolade seiner Heimat erinnern. Ein beliebtes Reiseziel in Kalabrien ist auch Tropea – vor allem wegen seiner spektakulär auf einem Felsen gelegenen Altstadt und schönen Stränden. Besonders lohnenswert ist eine Fahrt durch die Kalabrische Bergwelt, die mit ihren Bergdörfern, uralten Kirchen und der wilden Gebirgslandschaft im Gegensatz zu den Badeorten entlang der Küste steht. Aber auch ganz im Süden kann «La Dolce Vita» mit allen Sinnen genossen werden. Die rustikale Landküche Kalabriens ist in ganz Italien ein Begriff: eingelegt Pilze, pikante, luftgetrocknete Salami und frischer Hirtenkäse sind nur einige von Kalabriens leckeren Spezialitäten. Dazu ein Rotwein aus Cirò, der mittlerweile zu den Top-Weinen Italiens zählt – «la vita è bella»!

Was meinen die Spezialisten von Twerenbold?

Nicole Catania, Product Manager

«Dies sind einige gute Gründe, den Süden Italiens zu besuchen:

  • «La vita è bella – dieses Motto wird in Süditalien gelebt und auch den Besuchern vermittelt.
  • Vom ursprünglichen, unaufgeregten Apulien zur Amalfiküste: die Region ist an Vielfältigkeit kaum zu überbieten.
  • Historische Schätze und wild-romantische Landschaften laden zum Entdecken ein.

«Was sollte man in Süditalien unbedingt gesehen oder gemacht haben?»

  • An der Amalfiküste einen Limoncello degustieren und auf das türkisblaue Meer schauen
  • Durch den 36jährigen Reiseleiter, der noch bei Mamma wohnt, mehr über das Leben vor Ort und die Entstehung der Trulli erfahren
  • In einer Masseria apulische Spezialitäten degustieren und an der «grossen Tafel» über Gott und die Welt philosophieren

Jasmin Cadisch, Reiseberaterin

«Das leckere Essen und das südländische Flair verzaubern alle Besucher. Bis spät am Abend kann man sich kulinarisch verwöhnen lassen. Um den Tag richtig ausklingen zu lassen, macht man am besten einen Stopp in einer typischen Gelateria und gönnt sich zum Schluss noch ein leckeres Tartufo-Eis.»

«Meine persönlichen Höhepunkte in Süditalien»:

  • Alberobello mit seinen typischen, putzigen «Trulli»
  • Während einer Führung in Matera Unglaubliches über die Geschichte der Höhlenhäuser erfahren
  • Die Salentinische Halbinsel, am Absatz des italienischen Stiefels, und ihre Traumlandschaft mit smaragdgrünem Wasser

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