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Reisebericht Nordkapp mit Lofoten

5. bis 12. Juli 2025

Unsere Mitarbeiterin Julia Nyffenegger begleitete im Juli eine Flug-Busreise in den hohen Norden – bis ans berühmte Nordkap. In ihrem Reisebericht erzählt sie von roten Fischerhütten vor dramatischer Bergkulisse, Rentieren am Strassenrand, stillen Museumsbesuchen und unvergesslichen Naturerlebnissen zwischen Norwegen und Finnland – eine Reise voller Kontraste, Weite und nordischer Faszination.

24. Februar 2026

1. Tag | Samstag, 5. Juli: Zürich – Tromsø – Evenes

Früh am Morgen startete unsere Reise mit dem Direktflug ab Zürich um 6.40 Uhr. Nach einem ruhigen Flug landeten wir um 10.10 Uhr in Tromsø. Der Flughafen war klein und übersichtlich – tatsächlich war das Gepäck unseres Fluges das einzige auf dem Förderband.

Gegen 10.30 Uhr war alles im Bus verstaut und wir begaben uns auf eine erste Erkundungstour durch Tromsø.
Bei einer Panoramarundfahrt mit einem Reiseleiter lernten wir das charmante Zentrum der Stadt kennen, das direkt am Wasser liegt und mit seinen hübschen Gassen und kulturellen Highlights beeindruckt. Besonders spannend war der Besuch des Botanischen Gartens etwas ausserhalb der Stadt – eine grüne Oase mit arktischer Flora.


Am Nachmittag setzten wir unsere Fahrt fort Richtung Evenes, wo wir unsere erste Nacht in Nordnorwegen verbrachten. Ein gelungener Auftakt mit vielen neuen Eindrücken!

2. Tag | Sonntag, 6. Juli: Evenes – Stokmarknes – Svolvaer

Nach dem Frühstück, das ab 7.00 Uhr bereitstand, machten wir uns um 9.00 Uhr auf den Weg. In Stokmarknes besuchten wir das Hurtigrutenmuseum – ein echtes Highlight. Besonders beeindruckend war das vollständig begehbare ehemalige Postschiff, das heute Teil der Ausstellung ist. Dort, mitten im historischen Schiff, genossen wir auch unser Mittagessen. Ich entschied mich für ein leckeres Lachsbrot.
Das Museum war angenehm ruhig, nur wenige Besucher waren da, was uns viel Zeit und Raum zum Entdecken liess. Direkt neben dem Museum liegt der Hafen, wo wir um 15.00 Uhr auf die Einfahrt des Postschiffes warteten.


Unsere eigene Fahrt mit dem Postschiff führte uns durch atemberaubende Landschaften, unter anderem durch den Trollfjord, und dauerte rund drei Stunden bis nach Svolvær auf den Lofoten.


Hier werden wir zwei Nächte verbringen – den Abend liessen wir bei einem gemeinsamen Abendessen mit typisch norwegischem Essen gemütlich ausklingen.

3. Tag | Montag, 7. Juli: Svolvaer, Lofoten

Heute starteten wir um 8:30 Uhr zu einer beeindruckenden Panoramafahrt durch die faszinierende Landschaft der Lofoten. Schon bald wurde klar: Die Natur spielt hier die Hauptrolle. Unsere Route führte vorbei an malerischen Fischerdörfern, türkisfarbenen Buchten und kargen Felsen. Unterwegs erfuhren wir von unserem Reiseleiter interessante Details über die Geschichte des Stockfischs – eine echte Tradition in dieser Region.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Wikingermuseums in Borg. Dort bekamen wir bei einer kurzen Führung spannende Einblicke in das Leben der Wikinger – das originalgetreu nachgebaute Langhaus war besonders beeindruckend.

Mehrere Fotostopps ermöglichten es uns, die Schönheit der Lofoten festzuhalten. Besonders Hamnøy mit seinen roten Fischerhütten vor dramatischer Bergkulisse blieb mir in Erinnerung.


Am Abend war Zeit, Svolvær auf eigene Faust zu erkunden – es ist die grösste Stadt der Lofoten mit maritimem Flair und vielen Restaurants und Shops direkt am Wasser

4. Tag | Dienstag, 8. Juli: Svolvaer – Sørkjosen

Nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet, das wirklich keine Wünsche offenliess, machten wir uns um 8:30 Uhr auf den Weg. Die „Lofast“-Verbindung, ein Netzwerk aus Brücken und Tunneln, brachte uns auf dem Weg zum Festland. Die Fahrt war den ganzen Tag über von malerischen Fjorden, Seen und immer wieder beeindruckenden Tunnel- und Brückenpassagen geprägt.


Das Wetter war ein wenig regnerisch, aber die Natur konnte trotzdem mit ihrer ganzen Schönheit überzeugen – die grünen Hügel und das tiefblaue Wasser strahlten in den Pausen zwischen den Regenschauern.
Am späten Nachmittag erreichten wir unser heutiges Ziel, Sørkjosen, wo wir den Tag bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen liessen.

5. Tag | Mittwoch, 9. Juli: Sørkjosen – Alta – Nordkap

Der heutige Tag führte uns noch weiter nach Norden, und schon auf der Fahrt entdeckten wir die ersten Rentiere – ein echtes Highlight! In Alta besuchten wir das beeindruckende Felsenmuseum, das mit seinen prähistorischen Felsenzeichnungen auf der Liste der Unesco-Weltkulturerben steht. Besonders gut fand ich, dass das Museum sehr modern gestaltet ist und mit Audiogeräten in deutscher Sprache eine tolle Führung bot. Die Ausstellungen waren nicht nur informativ, sondern auch visuell sehr ansprechend.

Nach dem Besuch fuhren wir weiter entlang der Küste in Richtung Honningsvåg, immer umgeben von der atemberaubenden Landschaft. Gegen 17 Uhr erreichten wir unser Hotel, und nach einem leckeren Abendessen um 18:30 Uhr ging es dann um 21 Uhr auf zum Höhepunkt des Tages: dem Nordkap.
Die Fahrt zum „Ende der Welt“ war unvergesslich – begleitet von den letzten Abendstrahlen der Mitternachtssonne und einer faszinierenden Landschaft, in der wir noch Arktische Seeschwalben und weitere Rentiere sichten konnten. Um 1 Uhr nachts waren wir zurück im Hotel, überwältigt von den Eindrücken des Tages und der unglaublichen Aussicht vom Nordkap-Plateau.

6. Tag | Donnerstag, 10. Juli: Nordkap – Karasjok – Kautokeino

Heute ging es zurück gen Süden, und die Landschaft wechselte dramatisch. Wir verliessen die karge arktische Tundra und fuhren in die dicht bewaldeten Weiten Lapplands. Um 8:30 Uhr starteten wir die Fahrt und fuhren durch den beeindruckenden Nordkapptunnel, der uns unterhalb des Meeresspiegels hindurchführte – ein wahrhaft einzigartiges Erlebnis.


In Karasjok besuchten wir das Freilichtmuseum Sapmi, das uns mit einer spannenden Führung und einem tollen Kurzfilm in die Welt der Samischen Kultur einführte. Es war faszinierend, mehr über die Traditionen, das Leben und die Geschichte dieses faszinierenden Volkes zu erfahren.


Am Abend erreichten wir Kautokeino, einen kleinen Ort, und genossen unser Abendessen in einem echten Sami-Zelt – es gab Rentiergeschnetzeltes mit Kartoffelstock. Die Atmosphäre war unbeschreiblich – es fühlte sich an, als wären wir mitten in der samischen Tradition angekommen. Ein einmaliges Erlebnis, das den Tag perfekt abrundete.

7. Tag | Freitag, 11. Juli: Kautokeino – Hetta – Tromsø

Heute machten wir einen weiteren Abstecher nach Finnisch-Lappland. Die Fahrt begann um 8:30 Uhr, und bald waren wir in Hetta, wo uns ein Schlittenhunde-Zentrum erwartete. Es war faszinierend, mehr über die traditionsreiche Sportart des Schlittenfahrens zu erfahren und die Huskys zu sehen und zu streicheln. Besonders beeindruckend war die Fütterung der Hunde.
Nach dieser spannenden Erfahrung gab es für uns eine Pause mit heisser Schokolade und frisch gebackenem Kuchen – der perfekte Genuss, um aufzutanken.

Auf der Weiterfahrt durch Finnland wurden wir von einer malerischen Landschaft begleitet: unendliche Nadelwälder, kristallklare Seen und sanfte Flüsse zogen an uns vorbei. Finnland zeigte sich von seiner schönsten Seite.
Mit einer Mittagspause in Finnland setzten wir unsere Reise fort und fuhren entlang der finnisch-schwedischen Grenze zurück nach Tromsø. Am Abend hatten wir dann Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und den Tag ausklingen zu lassen.

8. Tag | Samstag, 12. Juli: Tromsø – Zürich

Der letzte Tag der Reise begann mit regnerischem Wetter in Tromsø. Um 9:00 Uhr fuhren wir zum kleinen Flughafen, wo das Check-in völlig problemlos verlief. Der Flughafen in Tromsø ist wirklich überschaubar, aber sehr angenehm und effizient.


Um 11:05 Uhr hiess es dann Abschied nehmen von Martin, unserem Chauffeur, und wir flogen mit SWISS zurück nach Zürich. Der Flug war mit 3 Stunden und 45 Minuten schnell und ruhig.


Pünktlich landeten wir um 14:50 Uhr in Zürich, wo wir unser Gepäck abholten und uns von der Gruppe verabschiedeten.

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