Reisebericht Piemont für Geniesser
19. bis 22. Oktober 2025
Risotto, Trüffel, Wein und jede Menge italienische Genussmomente: Unsere Mitarbeiterin Cinzia Schneider hat das Piemont auf einer Studienreise von seiner köstlichsten Seite erlebt. In ihrem Reisebericht erzählt sie von Trüffelhündin Kira, gemütlichen Osterien, dem bunten Markt von Cuneo und vielen weiteren Höhepunkten. Eine Reise, bei der nicht nur die Koffer, sondern auch die Erinnerungen prall gefüllt waren.
03. August 20261. Tag | Sonntag, 19. Oktober: Schweiz – Vercelli – Cuneo
Pünktlich wie die Schweizer Uhr (und das will was heissen!) starteten wir mit dem König-Bus– Boarding completed, 30 Geniesser an Bord, bereit fürs Abenteuer!
Erster Boxenstopp in Bellinzona, wo sich an der Raststätte gleich zwei weitere unserer Busse tummelten – man fühlte sich fast wie bei einem kleinen Firmenevent mit Cappuccino.
Mittagshalt in Livorno Ferraris: Highlight – das göttliche Mittagessen in der Osteria La Colobara. Drei Risotti, drei Geschmacksbomben: Parmigiano, Barolo und Zucca mit Amaretti-Crunch. Ein Gedicht! Gestärkt und glücklich rollten wir weiter vorbei an unendlichen Reisfeldern Richtung Turin und dann nach Cuneo, wo wir im stilvollen Hotel Palazzo Lovera eincheckten. Gerade rechtzeitig, denn in der Stadt tobte das Kastanienfest “Fiera Nazionale del Marrone” – ein Paradies für Feinschmecker: Wein, Käse, Haselnusstorte, Trüffel… wo das Auge hinschaut (und die Nase schnuppert).
Abends ging’s zum Dinner in die gemütliche Osteria Cambiamenti, wo wir den Tag bei gutem Essen, viel Lachen und einem letzten Absacker ausklingen liessen. Danach ab ins Bett – schliesslich warten noch drei weitere Tage voller Genussabenteuer auf uns!
PS: Wenn der Rest der Reise so weitergeht, brauchen wir am Ende wahrscheinlich eine Risotto-Diät.
2. Tag | Montag, 20. Oktober: Trüffelsuche und Langhe
Nach einem herrlichen Frühstück im Palazzo Lovera starteten wir pünktlich Richtung Langhe – jenem zauberhaften Weinanbaugebiet, wo sich Hügel an Hügel reiht und der Duft von Trauben und Erde in der Luft liegt. Dort erwartete uns schon Kira, die Trüffelhündin mit der feinen Nase, und ihr Herrchen Gianni – beide sichtbar aufgeregt, als ob sie wüssten, dass heute 30 neugierige Zuschauer mitfiebern. Kaum im Wald angekommen, nahm Kira die Fährte auf, schnüffelte konzentriert, machte kehrt, schnüffelte weiter – und zack! – unter einem Haselnussstrauch blieb sie stehen, scharrte kurz, und Gianni hob behutsam mit einem kleinen Pickel einen echten schwarzen Trüffel aus der Erde. Natürlich bekam Kira ihre wohlverdiente Belohnung – ein paar Streicheleinheiten und Leckerlis inklusive Applaus von der ganzen Gruppe.
Weiter ging’s zur Trüffeldegustation – Trüffelsalami, Trüffelkäse, Trüffelbutter, Trüffelbrotaufstrich… Wenn es jemals eine „Trüffeltherapie“ geben sollte, wir wären ab sofort Stammgäste.
Gestärkt und aromatisiert fuhren wir weiter nach Alba – Zeit für einen kleinen Stadtbummel. Trüffelgeschäfte, Weinläden und Boutiquen mit italienischer Mode: für jeden Geschmack etwas dabei. Am Nachmittag stand die Weindegustation in der Cantina Drocco auf dem Programm – ein kleines, familiäres Weingut mit grossem Herz und viel Leidenschaft. Fünf Weine durften wir probieren, begleitet von Käse, Salami und einer wunderbaren Frittata ai spinaci.
Zurück nach Cuneo: Im Hotel blieb gerade genug Zeit, um kurz durchzuatmen, bevor der Aperitif im Palazzo Lovera wartete. Ein Prosit auf den Tag – und natürlich durfte auch heute das Risotto nicht fehlen. Ein langer Tag voller Aromen, Eindrücke, Lachen – und ja, auch ein bisschen Bauchweh vom vielen Geniessen – ging zu Ende.
3. Tag | Dienstag, 21. Oktober: Cuneo
Nach einem gemütlichen Start in den Tag im Palazzo Lovera stand der Vormittag zur freien Verfügung. Viele nutzten die Gelegenheit, um über den grossen Wochenmarkt in der Altstadt von Cuneo zu schlendern. Trotz kühler Temperaturen blieb es trocken – perfektes Marktwetter also.
Ein endloses Meer aus Ständen zog sich durch die Gassen: Mode, Kosmetik, Bücher, Gemüse, Fisch, Fleisch und all die Köstlichkeiten, für die das Piemont berühmt ist. Die Zeit verging im Nu – und die Taschen wurden merklich schwerer.
Um 14.00 Uhr war Treffpunkt im Hotel mit unserer charmanten Stadtführerin Martina Frasson. Die Twerenbold-Audioguides wurden montiert, getestet – alles funktionierte, und los ging’s zur zweistündigen Stadtführung durch das historische Zentrum. Sie führte uns elegant durch die malerischen Gassen, zeigte uns das jüdische Viertel, die Kirche Carmeli und viele versteckte Winkel, die man sonst leicht übersehen würde. Unsere Gäste waren begeistert – und ehrlich gesagt, ich auch.
Am Abend ging’s zum Agriturismo Cascina Veja – ein wunderschöner Ort mit herzlichen Gastgebern und einem Menü, das jeden Geniesser glücklich machte: hausgemachte Tagliatelle mit Wildschweinragout, Kalbsgeschnetzeltes in Nebbiolo-Weinsauce und Bunet zum Dessert.
Ein weiterer genussvoller Tag in Cuneo ging zu Ende – reich an Eindrücken, Aromen und schönen Momenten.
4. Tag | Mittwoch, 22. Oktober: Cuneo - Aosta - Schweiz
Nach dem letzten Frühstück im Hotel Palazzo Lovera hiess es Abschied nehmen von Cuneo. Um 08.30 Uhr startete unser Bus Richtung Schweiz – und Chauffeur Maini Gross musste beim Einladen schmunzeln: Das Gepäck war spürbar gewachsen – kein Wunder nach den Markteinkäufen, piemontesischen Delikatessen und all den kleinen Mitbringseln!
Der erste Halt führte uns nach Aosta. Kaum angekommen, bot sich ein unerwartet lebhaftes Bild: Fünf weitere Twerenbold-Busse standen auf dem Parkplatz – unterwegs zur Jubiläums-Musikreise „Mailand mit Turin“. Ein fröhliches Durcheinander aus Begrüssungen, Lachen und Wiedersehensfreude erfüllte die Luft.
Die Gassen von Aosta luden zum Verweilen ein – für viele ein letzter italienischer Cappuccino oder eine kleine Pasta mit Steinpilzen, bevor es wieder hiess: Arrivederci, Italia! Die Fahrt führte weiter über den Grossen St.-Bernhard-Tunnel. Leider zeigte sich das Wetter unterwegs von seiner rauen Seite – Nebel und Regen verhüllten die majestätischen Berge. Doch die Stimmung im Bus blieb heiter, begleitet von Musik, Gesprächen und vielen schönen Erinnerungen.
In Gruyères legten wir einen letzten Halt ein – für manche ein Stück Meringue mit Doppelrahm zum süssen Abschluss der Reise.
Am Abend erreichten wir schliesslich Baden-Rütihof. Eine Reise voller Genuss, Entdeckungen und Herzlichkeit ging zu Ende – mit Koffern voller Souvenirs und Herzen voller Erinnerungen.