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Reisebericht Zauberhaftes Cornwall

28. Juni bis 05. Juli 2025

Unsere Mitarbeiterin Nicole Sgier begleitete im Juli eine Busreise in den Südwesten Englands – dorthin, wo raue Küsten auf sanfte Hügellandschaften treffen. In ihrem Reisebericht nimmt sie uns mit zu charmanten Küstenorten, durch mystische Moorlandschaften und zu genussvollen Zwischenstopps mit typisch britischem Flair. Eine Reise voller landschaftlicher Vielfalt, besonderer Begegnungen und entspannter Entdeckungen.

06. Mai 2026

1. Tag | Samstag, 28. Juni: Schweiz – Lens

Um 08:00 Uhr ging es los ab Baden-Rütihof in Richtung Arlesheim, um die letzten Gäste abzuholen. Tagesziel war Noyelles-Godault, wo wir im Novotel Lens Noyelles unsere Zwischenübernachtung hatten.


Nach dem Zimmerbezug wurden wir mit einem Willkommensgetränk empfangen. In lockerer Atmosphäre lernten wir uns kennen. Das Grüppchen wirkte sympathisch, und es ergaben sich bereits erste gute Gespräche. Nach dem Willkommensgetränk gab es im Hotel das Abendessen und so ging der erste Reisetag schon zu Ende.

2. Tag | Sonntag, 29. Juni: Lens – Taunton

Der Tag startete früh: Bereits um 6 Uhr gab es Frühstück.
Um 7 Uhr hiess es Abfahrt Richtung Dünkirchen. Am Hafen angekommen erledigten wir das Gruppen-Check-In (inkl. Erhalt Voucher für einen Snack und ein Getränk pro Person). Danach ging es zu Fuss zur doppelten Passkontrolle: erst die französische-, dann die britische-Kontrolle. Wieder zurück im Car warteten wir, bis wir endlich auf die Fähre konnten. Währenddessen wählten wir das Menü fürs Abendessen am Tag 3 aus. Die Überfahrt nach Dover dauerte zwei Stunden und es gab verschiedene Restaurants, um sich zu verpflegen und den Gutschein einzulösen. Am Nachmittag überraschte uns der Reisechauffeur mit einem spontanen Stopp in Windsor – zwei Stunden Zeit zum Schlendern und für einen echten Cream Tea. Weiter ging es nach Taunton, wo wir um 18:15 Uhr im Holiday Inn eintrafen. Vor dem Buffet-Abendessen blieb noch eine Stunde Zeit zum Ankommen.

3. Tag | Montag, 30. Juni: Taunton - Plymouth

Die nächsten vier Tage wurden wir von unserer Reiseleiterin Claudia begleitet. Gleich zum Start hat sie uns mit einer schönen Landkarte von Devon und Cornwall versorgt, damit wir täglich die Route einzeichnen konnten und wussten, wo es lang geht.

Erster kurzer Fotostopp im Exmoor Nationalpark – grüne Hügel, weite Moore und ein Hauch von Einsamkeit.

Weiter fuhren wir bei strahlendem Wetter die spektakuläre Küstenstrasse entlang bis Lynmouth, wo wir eine halbe Stunde Zeit hatten, um das charmante Städtchen zu erkunden. Am frühen Nachmittag erreichten wir das autofreie Clovelly – ein Freilichtmuseum. Der Weg durch das Dörfchen führt steil hinunter, über Pflastersteine, vorbei an pittoresken Häuschen, bis hinunter ans Meer. Ein wirklich bezaubernder Ort.

Am Nachmittag wartete im stilvollen Camelot Castle Hotel bei Tintagel ein typischer Cream Tea auf uns. Wichtige Regel: In Cornwall gilt „Jam first!“ – also erst die Konfitüre, dann die Clotted Cream. In Devon übrigens genau umgekehrt.


Am Abend erreichten wir Plymouth, wo wir für vier Nächte im Crowne Plaza Hotel eincheckten. Nach dem feinen Abendessen (Menü hatten wir vorgängig gewählt) gab es die Möglichkeit sich noch die Füsse zu vertreten und einen Spaziergang zum Leuchtturm zu machen.

4. Tag | Dienstag, 1. Juli: Plymouth, Ausflug Dartmoor & Mount Edgcumbe

Am vierten Tag stand der fakultative Ausflug in den Dartmoor Nationalpark auf dem Programm – und wir hatten richtig Wetterglück! Während es sehr neblig sein kann, zeigte sich das Moorland bei uns von seiner besten Seite. Schafe, Kühe, Pferde – gefühlt war heute das halbe Tierreich unterwegs.
Nach einer guten Stunde Fahrt machten wir einen Zwischenhalt in Tavistock.

Zurück in Plymouth nahmen wir die Cremyll Ferry über die Bucht zum Mount Edgcumbe. Das Anwesen mit Herrenhaus und Garten war nicht nur beeindruckend, sondern auch bekannt als Drehort für diverse Rosamunde Pilcher-Filme – man konnte sich die romantischen Szenen förmlich vorstellen. Ein Vertreter des Museums erzählte uns einiges über die Geschichte der Familie Edgecumbe und was für ein Kampf um Erben damals bis heute herrschte.

5. Tag | Mittwoch, 2. Juli: Plymouth, Land’s End und St. Ives

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in den äussersten Südwesten Englands – nach Land’s End. Unterwegs legten wir einen kurzen Fotostopp beim beeindruckenden St. Michael’s Mount ein – ein malerischer Blick auf die Gezeiteninsel.

Bei Land’s End – dem gefühlten Ende der Welt – hatten wir gut eine Stunde Zeit, um die spektakuläre Küstenlandschaft zu geniessen, Fotos zu machen oder einen Snack zu holen.

Danach ging’s weiter ins charmante Künstlerörtchen St. Ives, mit seinen Sandstränden, kleinen Boutiquen und einer lebhaften Atmosphäre. Unsere Reiseleiterin Claudia zeigte uns ein paar schöne Ecken und konnte auch Tipps für Snacks (z.B. die leckere und typische Cornish Pastrie) und Restaurants geben.

Am Abend kehrten wir im Fischerdorf Looe zum Abendessen ein – leider hatte das Restaurant wegen technischer Probleme keine warme Küche, was wir aber bereits am Vortag erfahren hatten. Es ergab sich ein gemütlicher Abend und nach dem Essen gab es einen kurzen Verdauungsspaziergang bei Abendstimmung und Flut neben dem East Looe River zurück zum Car.

Auf dem Heimweg zurück nach Plymouth stand noch ein kleines Highlight an: eine kurze Fährfahrt mit einer Kettenfähre – gemütlich von A nach B gezogen, fast schon entschleunigend. Zurück am Hotel konnte die Gelegenheit genutzt werden, den Leuchtturm ganz ohne Nebel zu sehen und die Aussicht zu geniessen, bevor es zurück ins Hotel Crowne Plaza ging.

6. Tag | Donnerstag, 3. Juli: Plymouth, Torquay und Paignton

Am drittletzten Tag stand ein besonders abwechslungsreicher Ausflug an. Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten wir Torquay – Geburtsort von Agatha Christie. Die Stadt liegt wunderschön an der «Englischen Riviera» und bietet neben mediterranem Flair auch tolle Aussichtspunkte – mit traumhaftem Blick über die Küste.

Anschliessend fuhren wir weiter nach Paignton, wo unser Fahrer Frank uns aussteigen liess – denn ab hier ging es stilvoll mit der Dampflok weiter. Die Fahrt entlang der Torbay-Küste war ein kleines Erlebnis für sich: nostalgisch, gemütlich und mit herrlichen Ausblicken.


Nach knapp einer halben Stunde erreichten wir Kingswear. Dort setzten wir mit der Passagierfähre in wenigen Minuten nach Dartmouth über. Vor Ort gab uns unsere Reiseleiterin Claudia noch ein paar Tipps, anschliessend hatten wir zwei Stunden Zeit zur freien Verfügung. Ich persönlich habe fast jede Ecke der Stadt erkundet und die Aussicht immer wieder neu genossen.

7. Tag | Freitag, 4. Juli: Plymouth – Dover – Calais

Früh ging es los – bereits um 6:30 Uhr verliessen wir Plymouth, um die Fähre am Nachmittag rechtzeitig zu erreichen und die gesetzlich vorgegebenen Lenkzeiten unseres Reisechauffeurs einzuhalten. Nach einer Kaffee- und Mittagspause kamen wir erfreulicherweise rund zwei Stunden vor Abfahrt in Dover an. Das bedeutete aber noch lange nicht: freie Fahrt aufs Schiff! Die Abfertigung hat sich als etwas mühsam herausgestellt, dennoch erreichten wir die geplante Fähre gerade rechtzeitig. Die Aussicht von Bord auf die Kreidefelsen von Dover war diesmal besonders schön – ein würdiger Abschied von England. Nach knapp zwölf Stunden Gesamtreisezeit kamen wir abends im Holiday Inn in Calais-Coquelles an. Das Abendessen im Hotel war ebenfalls ein Highlight – fein und verdient nach diesem langen Tag.

8. Tag | Samstag, 5. Juli: Calais - Schweiz

Schon ist der letzte Reisetag angebrochen, welcher der reinen Heimreise dient. Morgens verliessen wir Calais und fuhren über Reims und Nancy mit Zwischenhalten zurück zu den Einsteigeorten. Am Abend frühzeitig in Baden-Rütihof angekommen dürfen wir nun auf erlebnisreiche, sonnige Tage in Cornwall zurückblicken. Ein Dank geht auch an unseren Fahrer Frank, welcher uns von A bis Z sicher und kompetent durch die einmal breiteren, einmal engeren Strassen; über Land und «Wasser» (Fähre); ob auf der rechten oder linken Strassenseite täglich sicher ans Ziel führte.

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