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Südsteiermark – Schlemmen & Schlösser

Ein Reisetipp von unserer Marketingleiterin Lisa Sperger – einer waschechten Südsteirerin. Machen Sie es sich bei einem Glas Wein gemütlich und lassen Sie sich inspirieren. Wer weiss, vielleicht dürfen wir Sie bald in unserem Bus auf der Fahrt in die schöne Region Österreichs begrüssen.

27. April 2022

Im Südosten Österreichs, direkt an der Grenze zu Slowenien bin ich aufgewachsen. Mit seiner satt-grünen Landschaft und den unzähligen Weinbergen wird meine Heimat zu Recht als österreichische Toskana bezeichnet. Es werden Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Welschriesling, Morillon, Weissburgunder oder auch Muskateller angebaut. Die meisten dieser Rebsorten sind eher säurebetont und weil wir nicht lange warten können, werden die Weine meist auch sehr jung getrunken. Bei uns muss der Wein «jung, spritzig und frisch» sein! Wer es lieber ein bisschen fruchtiger hat, dem empfehle ich einen Muskateller-Spritzer an einem heissen Sommertag.

Neben dem Wein ist für uns unser flüssiges schwarzes Gold unabdingbar. Die Rede ist natürlich vom Kürbiskernöl, das bei uns schon fast universell eingesetzt wird. Klassisch im Salat oder aber auch im Rührei oder Brotaufstrich. Sogar Desserts werden damit verfeinert. Ein echter Südsteirer holt sich sein Kürbiskernöl immer ab Hof beim Bauern oder direkt in der Ölmühle, denn der Unterschied zu den im Supermarkt gekauften Produkten ist enorm.

 

Wussten Sie eigentlich, dass der Südosten Österreichs und Slowenien zu den Burgen- und Schlösserreichsten Gebieten Europas gehören? Entlang der sogenannten Schlösserstrasse können über 40 Schlösser besucht werden. Eines davon ist das Romantikschloss Ottersbach, das mittlerweile in der 3. Generation von meinen lieben Freunden, der Familie Abel bewirtschaftet wird. Dort führt der Schlossherr höchstpersönlich all seine Besucher durch das Anwesen und glauben Sie mir – authentischer geht es nicht.

Was Sie auf keinen Fall verpassen dürfen, ist ein Besuch auf einem der unzähligen Buschenschänke, wo man bei atemberaubendem Ausblick all die südsteirischen Spezialitäten geniessen kann. Seinen Namen hat der Buschenschank von einer alten Tradition. So wurde früher ein Wacholderbusch oder ein Kranz über dem Eingang aufgehängt, wenn der Buschenschank geöffnet war und der Weinbauer Wein ausschenkte. Damit es eine klare Unterscheidung zu anderen Gastwirtschaften gibt unterliegt das Angebot strengen Richtlinien. So gibt es keine warmen Speisen oder Getränke – im Endeffekt nichts, was in unserer Region nicht selbst hätte hergestellt werden können. Dafür darf man sich auf regionale Weine und Fruchtsäfte sowie eine üppige Bretteljause mit allerlei Geselchtem (geräucherte Wurstwaren), Käse, Aufstrichen, Gemüse und Sauerteigbrot freuen. Mein Geheimtipp: bestellen Sie unbedingt Bratlfettn-Aufstrich, Kürbiskern-Aufstrich und belegen Sie Ihr Brot mit Geselchtem immer mit einer guten Portion frisch geriebenem «Kren» (Meerrettich).

Wussten Sie, dass nur 60 Bauern österreichischen Kren erzeugen und mit 99.4% fast der gesamte österreichische Kren aus der Steiermark kommt? Wir lieben unseren Kren einfach, denn neben seinem Geschmack ist er auch offiziell als Heilpflanze anerkannt und hilft bei Bronchitis, Husten sowie bei Nebenhöhlen und Mandelentzündung.

Zum Abschluss gibt es hausgemachten Kuchen, Weinstrauben (eine Art frittierter Teig) oder auch Buchteln (Süsse Hefebrötchen mit Aprikosenfüllung). Sie merken schon, bei uns Südsteirern steht der Genuss ganz klar an erster Stelle! Wenn Sie also nicht gerade auf Diät sind oder auch einfach Genuss, landschaftliche und kulturelle Schönheiten verbinden wollen, ist die Südsteiermark genau das richtige Reiseziel für Sie.

 

Lisa Sperger

Südsteirerin und Marketingleiterin bei Twerenbold Reisen AG

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