Naturparadies Altmühltal – Reisebericht Tagesetappen

1. Tag Anreise ins Frankenland

Dieses Mal steige ich im Flughafen zu; Wiesendangen ist nicht als Einsteigeort vorgesehen. Aber kein Problem: mit der SBB zum Flughafen, zwei Rolltreppen hoch und schon bin ich beim Busparkplatz, wo ich die Tafel für den Twerenbold-Bus schon von weitem entdecke. Weil es regnet ist es nicht gerade gemütlich. Zum Glück fahren schon bald fünf Twerenbold-Busse vor. Ich bin die einzige, die beim Altmühltal-Bus zusteigt. Nach zwei weiteren Stopps mit Zustiegen sind wir komplett. Ein Stau in Richtung Ulm verlängert unsere Reisezeit. Marcel, der Chauffeur, verlässt deshalb die Autobahn, um auf Umwegen über Land zu unserem Ziel zu kommen. Weil wir etwas spät dran sind, beschliessen die Reiseleiter den Willkommens-Apéro auf den Folgetag zu verlegen – eine gute Idee.

2. Tag Eichstätt – Treuchtlingen

Der Tag beginnt mit positiven Wetterprognosen; über 20 Grad soll es geben. Mir dem Bus fahren wir zuerst in das ca. eine Stunde entfernte Eichstätt. Dort zeigt uns Günter, die heraus geputzte Bischofsstadt. Er hat ein enormes Wissen und damit allerlei zu berichten. Um 10 Uhr nehmen wir die Räder in Empfang, die mittlerweile für uns bereitstehen. Die Mietvelos werden auf uns angepasst und schon geht es los entlang des kleinen Flusses Altmühl, vorbei an üppiger Vegetation. Ein kurzer Halt vor den bekannten Felsen «Die 12 Apostel» nach Solnhofen nutzen wir, um ein paar Fotos zu schiessen. In Pappenheim besuchen wir den berühmtesten Pappenheimer: Graf Gottfried Heinrich. Auf ihn geht das Sprichwort «Ich kenne meine Pappenheimer» zurück. In Treuchtlingen werden wir vom Bus, resp. von Marcel abgeholt. So treffen wir frühzeitig im Hotel ein und freuen uns, dieses noch etwas auszukundschaften oder einfach nur zu relaxen. Am Abend treffen wir uns dann zum Willkommens-Apéro.

3. Tag Nürnberg - Rothsee

Für die Velowanderer geht es erst am Nachmittag aufs Rad. Am Vormittag fährt uns der Bus nach Nürnberg, wo uns Reiseleiter Günter wiederum viel über die Geschichte dieser reizenden Altstadt zu berichten hat. Nach rund einer Stunde steigt die sportliche Gruppe in die Pedale. Der Bus bringt die Gemütlichen zum Rothsee, wo wir direkt am See das Mittagessen geniessen. Dann gilt es auch für uns ernst und wir radeln über Land vorbei an riesigen Feldern und durch schattige Wälder. Am Grossen Brombachsee, bei einem Eisbecher oder einem kühlen Bier, verspüren wir richtige Ferienstimmung. Früh genug kehren wir in unser Seehotel zurück: Zeit, um im See zu schwimmen.

4. Tag Kelheim – Beilngries

Das Morgenprogramm beginnt erneut mit einer Busfahrt. Nach gut zwei Stunden erreichen wir das Kloster Weltenburg. Von dort geht’s per Schiff auf der Donau flussabwärts durch die eindrucksvolle Weltenburger Enge. In Kelheim stehen unsere Räder bereit zur Abfahrt. Über Brücken, durch schmucke Dörfer und vorbei an stattlichen Bauten erreichen wir Riedenburg. Im typisch bayrischen Landgasthof erhalten wir leckere Weisswürste, Brezel und Bier vorgesetzt. Inzwischen sind die Temperaturen zünftig angestiegen und so gönnt sich der eine oder andere auch ein zweites Bier. Nun folgt ein flacher, etwas unspektakulärer Abschnitt entlang dem Main-Donau-Kanal und der Altmühl bis nach Beilngries. Vor dort fahren wir wieder mit dem Bus zum Hotel.

5. Rothenburg ob der Tauber – Colmberg

Nach gut einer Stunde Busfahrt erreichen wir Rothenburg ob der Tauber in Mittelfranken. Die gut erhaltene mittelalterliche Altstadt bezaubert uns mit den herausgeputzten Fachwerkbauten, Denkmälern und der begehbaren Stadtmauer. Ab Colmberg radeln die gemütlichen Gruppen über Herrieden, Gunzenhausen bis zum Kleinen Brombachsee. Bei unserem Kaffee- und/oder Glacéhalt am künstlich angelegten Altmühlsee, lassen wir noch ein letztes Mal die Seele baumeln. Unser Tagespensum beläuft sich auf rund 60 km – die sportliche Gruppe schafft es auf über 90 km – bei heissen 30 Grad.

6. Letzte morgendliche Velotour entlang dem Kleinen und Grossen Brombachsee

Die Wetterprognosen hätten uns einen weiteren sonnigen Sommertag prophezeit. Nach dem obligaten herrlichen Frühstück überrascht uns stattdessen Petrus mit einem warmen Regen. So bevorzugen es einige, im Hotel zu verweilen. Die Unermüdlichen resp. Wetterfesten steigen gut gelaunt ein letztes Mal in die Pedale, um den Kleinen und Grossen Brombachsee sowie den Igelsbachsee zu umrunden. Es herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre. Die «Twerenbolder» sind allein auf weiter Flur. Somit beenden wir unseren Aufenthalt im Altmühltal, wie wir ihn begonnen haben: mit Regenwolken über uns.

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Felsformation 12 Apostel

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Gottfried Heinrich von Pappenheim

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Stadtrundgang Nürnberg

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Entlang der Donau vom Kloster Weltenburg nach Kelheim

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Es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter

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