Strickhof-Verein im Südtirol

Vom 6. – 13. September 2020 verbrachte der Strickhof-Verein einen unvergessliche Ferienwoche im wunderschönen Südtirol. Kurz und gut, es war wieder eine ausgezeichnete Reise, weil alles stimmte, vom Anfang an bis zum Schluss.

24. September 2020

Vorbereitungen
Schon sehr früh konnte zusammen mit Lorena Voser geplant werden. Ich wurde mit guten Unterlagen bedient, mit sehr hilfreichen Vorschlägen für Ausflüge für den Aufenthalt, ohne dass ich mich schon genau auf ein straffes Programm festlegen musste. Geplant war die Reise für den Juni, doch die Corona-Krise machte einen Strich durch die Rechnung. Dank guter Beratung von Twerenbold und etwas Mut meinerseits konnten wir dann aber am 6. Juli mit dem gleichen Programmvorschlag starten.

Busfahrer
Mit dem aufgeschlossenen, unkomplizierten Fahrer Peter Pardeller hat uns Twerenbold einen ausgezeichneten Fahrer und Reisbegleiter zugeteilt. Rasch baute sich eine gute Zusammenarbeit auf mit mir und mit der ganzen Gruppe. Seine ruhige und frohe Art weckte sofort Vertrauen unter unseren Leuten. Ein Glücksfall war natürlich, dass er uns in seinem Heimastland herumführen konnte. Mit seinen grossen Kenntnissen über das Südtirol vermittelte er uns ausgezeichnete Informationen über Geschichte und Sehenswürdigkeiten seiner Heimat, Informationen, welche wir wohl sonst kaum so eindrücklich erhalten hätten. Hilfsbereit führte er uns ruhig zu den gewünschten Zielen und ortskundig, wie er ist, brachte er uns zielsicher an Orte, die nicht unbedingt auf dem Programm standen. Die ganze Gruppe fühlte sich wohl, gut betreut und bestens informiert.

Hinfahrt
Alles klappte schon von Anfang an bestens. Pünktlich konnten wir in Zürich und am Flughafen starten trotz der Bauarbeiten dort. Freundlicher Empfang beim Kaffeehalt im Hotel Post in Sargans, wo noch 3 Personen zustiegen. Gutes Reisewetter, bedeckt mit ein paar kurzen Schauern. Feines Mittagessen im Hotel Chavalatsch mit sehr freundlicher und persönlicher Bedienung. Auf der Weiterfahrt durchs Vintschgau informierte uns Peter mit grosser Sachkenntnis über das Südtirol, was unsere Leute sehr begrüssten. Das Einchecken im Hotel «Grüner Baum» in Brixen verlief überraschend schnell und problemlos. In kurzer Zeit waren alle in ihren Zimmern verschwunden. Dies dank der guten Vorbereitung des Hotelpersonals.

Wochenprogramm
Weil wir kein festes Wochenprogramm hatten, gestalteten Peter und ich die Woche nach Wünschen der Mitreisenden. Am Montag sassen Peter und ich in Brixen zusammen und machten einen Grobentwurf für die Woche, den wir dann laufend etwas ausfeilten. Es war eine gute, zielführende Zusammenarbeit.

Brixen
Wie schon früher festgelegt, hatten wir am Montagvormittag einen geführten Stadtrundgang mit zwei Führern durch die Altstadt Brixen bei leichtem Nieselregen. Sehr interessant, aufschlussreich und wertvoll für die ganze Woche.

Meran und Wasserfall
Ohne Führung bummelten wir durch die Stadt, wobei uns Peter vorgängig einige Vorschläge machte. Bei prächtigem Wetter schauten wir uns die schöne Stadt an mit ihren Prachtgebäuden, den vielen Geschäften, den langen Laubengängen, den lauschigen Plätzen usw. Auch Wanderungen weiter in die Höhe wurden gemacht. Eine Gruppe fuhr am Mittag zum Partschiner Wasserfall, nahm dort das Mittagessen ein und bestaunte den Fall und die ursprüngliche Landschaft.

Grosse Dolomiten-Rundfahrt
Recht früh starteten wir am Mittwoch bei ausgezeichneten Wetterverhältnissen zu unserer Dolomiten-Rundfahrt. Durchs Pustertal gings nach Toblach und Cortina d’Ampezzo hinauf zum Passo Giau auf rund 2'200 m mit einem Fotohalt. Peter informierte uns über die Kriegswirren in dieser Gegend während dem 1. Weltkrieg. In Arabba nahmen wir im Hotel Matilda das Mittagessen ein. Dann gings weiter über den Passo Pordio zum Passo Selva mit der herrlichen Fernsicht über die Dolomiten. Durchs Grödnertal fuhren wir dann über Wolkenstein und St. Ulrichen zurück durch herrliche Landschaften nach Klausen und Brixen. Die ganze Gruppe war begeistert von dieser spannenden, erlebnisreichen Fahrt.

Bozen und Kaltern
Zu diesem Ausflug kamen nicht alle mit, was auch nicht erwartet wurde, immerhin waren 20 dabei. Bozen ist eine schöne Stadt, abgesehen von dem Stadtteil, welcher zu Mussolinis Zeit gebaut wurde. Wir bummelten durch die Altstadt und suchten die Strassenkaffees auf. Auf der Weinstrasse gings dann nach Kaltern und nach einer Dorfbesichtigung zum Weingut Peter Sölva. Gemütlicher Gang in die Reben mit aufschlussreichen Informationen über den biologischen Weinbau. Die Degustation mit 4 verschiedenen Weinen war auch informativ und anschaulich.

Trient und Riva
Zu diesem Ausflug kamen wieder alle mit und es lohnte sich auch. Während 2 Stunden hielten wir uns in Trient auf und bummelten durch Strassen und Gassen. Dann gings weiter nach Riva am Gardasee. Ein sehr schöner Ort mit italienischem Flair, prächtigen Bäumen und Pärken, gemütlichen Strassencafés und beschaulichen Wegen dem Seeufer entlang. Alle fühlten sich fast wie im Tessin.
Am Nachmittag ging die Fahrt zurück in den Norden. Pater hatte sich etwas besonderes ausgedacht: Fahrt auf der Panoramastrasse über die aussichtsreichen Höhen auf kurvenreichen Strecken über Tenno – Fieve – Molveno bis wieder hinunter nach Mezzolombardo. Alle waren natürlich begeistert.

Bruneck und Amaten
Diesmal kamen nicht alle mit, war es doch unser letzter Tag im Südtirol. Da lockten noch Bergwanderungen u.a.m. Bruneck ist aber einen Ausflug wert. Das schmucke Städtchen war voll bewegt mit Samstagsveranstaltungen, vielen Touristen, lockenden Garten- und Strassenrestaurants und natürlich auch schmucken Läden.
Zum Mittagessen führte uns Peter hinauf zum aussichtsreichen Familienhotel Amaten. Sehr flotte und aufmerksame Bedienung mit einer grossen Auswahl an schmackhaften Gerichten. Der Besitzer persönlich sorgte für unser Wohl und war offen für Gespräche. Ein sehr lohnenswerter Abstecher.

Heimfahrt
Erst gegen 10 Uhr mussten wir wegfahren. Wieder ein strahlender Herbsttag. Problemlos verlief die Fahrt über den Brenner nach Innsbruck. Weil Sonntag, waren die Lastwagen nicht auf der Strasse, die sonst fast ausnahmslos den rechten Fahrstreifen beanspruchen. Auch über die tunnelreiche Arlberg-Autobahn kamen wir gut vorwärts und waren früher als erwartet in der Raststätte Trofana Tyrol. Eine schöne Stube war für uns vorbereitet. Freundliche und rassige Bedienung, alles bestens und gut vorbereitet.
Problemlos verlief dann auch die weitere Fahrt zurück in die Schweiz mit Kaffeehalt im Hotel Post in Sargans, wo die 1. drei Teilnehmer von uns Abschied nahmen. Schon vor 17 Uhr kamen wir in Zürich an und bald darauf auch am Flughafen. Gutes Ende einer eindrücklichen, schönen Reise.

Das Hotel «Grüner Baum»
Alle waren mehr als zufrieden mit dem Hotel, nachdem sie sich mit der Weitläufigkeit der Räume und Gänge bekannt gemacht hatten. Gelobt wurden unsere grosszügigen, ruhigen Zimmer mit den guten Matratzen und den wohligen Duvets, den grossen Schränken und vielseitigen Ablageflächen, auch im Badezimmer. Sehr gut fand ich auch unseren Essraum, etwas abgesondert von den übrigen Gästen. Trotzdem kamen wir in den Genuss vom vielseitigen Frühstücks-, Salat- und Dessertbuffet. Letzteres wurde besonders gerühmt und auch dementsprechend benutzt. Geschätzt wurde auch, dass beim Frühstück immer genug warmer Kaffee schon auf den Tischen stand. Die Mahlzeiten schmeckten gut und die Auswahlmöglichkeiten kamen gut an. Der Service war sehr freundlich, aufmerksam und zuvorkommend. Auch in der Bar wurden wir immer gut bedient. Die Rezeption erfüllte uns alle Wünsche, sofern wir solche hatten, denn vieles erledigte auch unser Busfahrer. Gerühmt wurde auch das Wellnesscenter mit den Aussenanlagen.
Freudig überrascht waren wir, dass jeden Abend jemand von der Besitzerfamilie Stremitzer an unseren Tischen vorbeikam und ein paar Worte mit uns wechselte. Sehr aufmerksam!

Kurz und gut, es war wieder eine ausgezeichnete Ferienwoche, weil alles stimmte, vom Anfang an bis zum Schluss. Vielen Dank auch an das ganze Twerenbold-Team.

Walter Steiger

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